Green Eating Challenge – gesündere deine Fastenzeit

Loslegen. einfach?

Warum Green Eating Challenge? Wer sich gesünder ernähren möchte, braucht manchmal einen kleinen oder auch größeren Schubser, um auch wirklich etwas zu verändern.
Natürlich sind es die lieb gewordenen Essgewohnheiten, die da im Weg stehen. Auch Schwächen gegenüber Leckereien, von denen man weiss, dass sie nicht unbedingt gesundheitsfördernd sind, erweisen sich gerne als hinderlich – schon die Vorstellung, darauf verzichten zu müssen, löst bei so manchen Leuten Schweissausbrüche aus.
Dabei spielt es keine große Rolle, ob man von Junkfood auf Frischkost, von viel Fleisch auf wenig Fleisch, von vegetarisch auf vegan umstellen möchte oder „einfach nur“ weniger Süßes essen will: Der erste Schritt ist der Schwerste!

Da hilft es manchmal, sich selbst bei seiner Ehre zu packen:

Man könnte allen davon erzählen, dass man etwas ändern will, um sich selbst Druck zu machen. Eine Wette mit der besten Freundin eingehen oder sich jemanden ins Boot holen, der mitmacht. Alles kleine Motivationscheats, um dran zu bleiben und nicht direkt wieder aufzugeben.

Eine Challenge ist da genau der richtige Antrieb –
und nicht ohne Grund sind Challenges daher so beliebt.
Vor allem im Bereich Coaching und Ernährung ist es üblich, Veränderungen durch Challenges einzuüben, meist über 21 Tage. Das ist die Zahl, von der man gemeinhin sagt, dass erst nach mindestens so vielen Wiederholungen sich eine neue Angewohnheit eingeschliffen hat. Aber das ist wirklich nur das Minimum.

Und: Ein bisschen Willenskraft und Überzeugung muss man schon mitbringen, sonst wird aus einem Raketenstart ein lahmes Tänzchen mit einem Schritt vor und zwei zurück.

gesündere deine Ernährung

Smoothies gehören natürlich dazu

Ernährungsumstellung: Erst dazunehmen, dann weglassen

Ein weiterer Faktor für das gute Gelingen einer Umstellung ist, dass man nicht das Gefühl haben darf, zu verzichten. Es soll nichts weggelassen werden, sondern durch etwas Wertvolleres ersetzt. Wusstet ihr, dass es einfacher ist, eine alte Gewohnheit aufzugeben, als sich eine neue anzueignen? Stellt euch vor, ihr beschliesst, abends nicht mehr vor dem Fernseher zu sitzen. Das klappt nur, wenn ihr in der Zeit nicht nur einfach auf dem Sofa sitzt, sondern etwas anderes macht, z.B. ein Buch zu lesen.
Oder wenn man vor hat, keinen Kaffee mehr zu trinken. Was trinke ich dann statt dessen, oder was mache ich, wenn alle anderen Kaffee trinken? Da muss ein Plan her, sonst wird man am dritten Tag wieder schwach.

Auch Checklisten helfen bei einer Ernährungsumstellung, sich zu kontrollieren, zu motivieren und einen Überblick über Erfolge zu haben. Das kann ein Ernährungsplan bzw. ein Protokoll sein, aber auch eine Liste mit den Punkten, die man beachten will und hinter die man jeden Abend (hoffentlich) ein Häkchen setzt.

Ist denn pflanzlich = gesund?
Wer sich rein pflanzlich ernährt, hat schon die besten Voraussetzungen dafür, gesund zu essen. Er lässt schlechte Fette weg, krebsfördernde verarbeitete Fleischwaren, schwermetallbelasteten Fisch. Verhindert Übersäuerung durch zu viel Milchprodukte, könnte theoretisch perfekt mit Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen versorgt sein.

Könnte! eigentlich!
Wenn da nicht dieser neu erschlossene Markt wäre voller veganer Schlemmereien. Eigentlich eine tolle Sache – wer keine Tiere mehr essen möchte, braucht heutzutage auf nichts zu verzichten. Aber seiner Gesundheit tut man mit veganem Käse voller Stärke und Kokosfett, Sahneersatz aus E-Nummern, milchfreien Keksen mit Invertzuckersirup und Fleischersatzprodukten aus reinem Gluten nicht unbedingt einen Gefallen.

Rosenkohl steckt voller Vitamine

Rosenkohl steckt voller Vitamine

Ich denke, die Statistiken werden sich daher in den kommenden Jahren wieder verändern: Eine rein pflanzliche Ernährung ist eine sehr gute Idee für die eigene Gesundheit – vorausgesetzt, sie ist vollwertig und „clean“, also ohne Zusatzstoffe. Veganer haben sich vor vielen Jahren so ernährt, als es diese ganzen Produkte noch nicht gab.
Und da sind wir beim Konzept des Green Eating angekommen:
Das Original „Clean Eating“ ist eine großartige Sache, beinhaltet ursprünglich aber auch den Verzehr von Fleisch und Fisch und ist nicht wirklich so zuckerbefreit, wie es hier von den meisten umgesetzt wird. (hier ist eine Rezension des Buches der „Erfinderin“ des Clean Eating, Tosca Reno)
Vegan ist ethisch und moralisch am meisten vertretbar und gesundheitlich vorteilhaft …wenn man nicht einfach die deutsche Durchschnitts- Ernährung 1:1 ins Pflanzliche übersetzt.
Vollwertkost – ist ebenfalls super, genau wie Rohkost, denn hier wird der Fokus auf die Reinheit, Ursprünglichkeit und Verarbeitungsfreiheit der Nahrung gelegt.

Vereint man also von all dem die Vorteile und packt noch ein paar wesentliche Erkenntnisse drauf, hat man schon den Grundsatz des Green Eating.

Gesünder geht immer!

Jan, Zeichenkünstler und Blogger von Umsturzvegan gehört zu der eben beschriebenen Sorte Veganer und hat sich sehr selbstkritisch mit seinem bisherigen Ernährungsstil auseinander gesetzt. Hier berichtet er von seinen Gründen, weshalb er sich für die Green Eating Challenge entschieden hat.

Ach ja, die Green Eating Challenge…

Da muss ich doch noch einmal von Vorne beginnen, denn ich habe Jan vor kurzem herausgefordert. Warum, das beschreibt er sehr gut in seinem Bericht:

Man kann sagen, dass da die Herausforderung zur Green Eating Challenge gerade zum richtigen Zeitpunkt kam. Wie es dazu kam ist auch schnell erklärt. Anja hatte mitbekommen, dass ich über Allergien klagte. Pollen, aber auch Nahrungsmittel wie Soja und Apfel machen mir das Leben echt nicht gerade einfach. Und da ich ebenfalls erwähnte, dass ich quasi zu jeder Mahlzeit Brot oder Brötchen konsumiere, konnte sie als Ernährungsberaterin (green-eating.de) nicht anders, als mich herauszufordern.

 

Danke, Jan!

Jan nahm meine Herausforderung so schnell an, dass ich den Eindruck hatte, er habe nur auf solch eine Gelegenheit gewartet.
Wir setzten uns also zusammen, um zu besprechen, wie das Ganze genau ablaufen soll und welche Regeln für ihn umsetztbar sind. Dabei merkten wir schnell, dass das ein richtiges Projekt wird und es sicherlich vielen Menschen helfen könnte, wenn wir sozusagen „live“ darüber berichten!
Sei von Anfang an dabei!
Jan wird wöchentlich in seinem Blog Bericht erstatten und wem das nicht reicht, der kann uns gerne über Facebook und Twitter (@umsturzvegan @THVGNFDNRD, #greeneatingchallenge) folgen und den aktuellen Status der Green Eating Challenge erfahren!

Oder du machst direkt selbst mit und kommst in unsere Facebookgruppe 🙂
Ich hatte Jan ursprünglich die klassischen 21 Tage vorgeschlagen, aber er wollte es ganz sportlich nehmen und hat direkt die komplette Fastenzeit „gebucht“. Das war ziemlich klug von ihm, denn

Im Durchschnitt dauert es mehr als 2 Monate, bis eine Gewohnheit automatisch abläuft. Genauer gesagt ca. 66 Tage. (routiniert.com)

Auch wenn wir die Fastenzeit nicht ganz wörtlich nehmen und natürlich nicht komplett gefastet wird, so wird er auf ein paar lieb gewonnene Leckerlis doch verzichten müssen und die Herausforderung für mich ist es wiederum, ihm genügend Alternativen aufzuzeigen, so dass er nicht das Gefühl hat, zu leiden und zu darben!
Eine Ernährungsumstellung lässt sich bei den meisten Menschen am besten umsetzen, wenn sie Schritt für Schritt vorgehen und nichts überstürzen.
Bei einer Challenge sieht die Sache etwas anders aus:
Hier wird knallhart nach Regeln vorgegangen und das Ziel ist, dass man sich und der Welt beweist, dass man es schafft! Hier wird der Challenger bei seiner Ehre gepackt und am Ende zeigt sich, was er weiterhin beibehalten möchte und was er wirklich vermisst hat.

 

Kichererbsenpancakes mit viel Gemüse

Kichererbsenpancakes mit viel Gemüse

Start und Ziel:
Am Aschermittwoch, den 10.02.2016 geht es also los und der letzte Tag wird Karfreitag sein, der 24.03.2016
Schokoladenostereier sind dann also wieder erlaubt, und ob Jan die dann noch essen möchte oder nicht, wird sich zeigen.
Unsere Regeln bei der Green Eating Challenge:

  1. Jan wird glutenfrei essen: Einige gesundheitliche Beschwerden werden bekanntlich durch Gluten getriggert. Bei Jan erhoffen wir uns durch den Verzicht eine Linderung seiner Beschwerden. (Nicht jeder, der gesünder essen möchte, muss auf Gluten verzichten, das ist eine Einzelfallentscheidung).
  2. „5 am Tag“ war gestern. In Großbrittannien empfehlen Ernährungswissenschaftler inzwischen 7 Portionen am Tag, das bedeutet, dass Jan mindestes 500 g Gemüse essen wird, möglichst aber 1000 g. Zum Vergleich: Deutsche essen im Durchschnitt 100 g und die DGE empfiehlt 300 g. Der größere Anteil davon sollte roh sein.
  3. Jan wird auf Kaffee verzichten. Er hat es so gewollt 🙂 – und kein Alkohol, das ist eh klar.
  4. Er wird auf Zucker und Süßigkeiten verzichten. Wenn sein süßer Zahn sich meldet, wird er auf gesunde Alternativen zurückgreifen, z.B. Datteln und selbst gemachte, gesunde Leckerlis.
  5. Natürlich wird er auch nichts Verarbeitetes essen, das bedeutet, alles, was Inhaltsstoffe auf der Packung stehen hat. Statt Margarine kann er Mandelmus verwenden.
  6. Linsen, Bohnen, Kichererbsen: Hülsenfrüchte sind das A und O und sorgen für eine gute Versorgung mit Protein UND Kohlenhydraten.
  7. Ballaststoffe, Ballaststoffe, Ballaststoffe. So kann der Darm Gifte ausscheiden und gut arbeiten
  8. Grüne Smoothies sind natürlich auch dabei, und zwar im Verhältnis 2 (Gemüse) zu 1 (Obst)

 

Lasst die Spiele beginnen – es werden garantiert keine „Hunger Games“
Ich wünsche Jan ganz viel Spaß bei der Umstellung und stehe ihm natürlich mit Rat und auch Tat zur Seite. Allen, die Lust haben, das Ganze mit zu verfolgen, wünschen wir ebenfalls viel Spaß und ich würde mich freuen, wenn es einige von euch dazu ermuntern würde, ebenfalls loszulegen:
Heute ist der erste Tag deiner Zukunft – mach sie dir gesund!

9 comments on “Green Eating Challenge – gesündere deine Fastenzeit

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  3. So gut zusammengefasst worum es geht. Wenn ich nicht schon begeistert mittendrin wäre, würde ich mich wohl jetzt anschließen. 🙂

    Ganz ohne Druck und mit dem Wissen seinem Körper bewusst was Gutes zu tun ist dieses Green Eating Konzept echt ein super Start in ein neues Ernährungsleben.

    Danke, dass du dich da so reinhängst. 🙂

    • Lieber Jan, ich danke DIR! Wer hätte gedacht, dass aus unserem „kleinen Spielchen“ eine Ganztagsbeschäftigung wird? 🙂 ABer ich finde das super. Mir mahct es Spaß, ich erfahre, welche Fragen zur Ernährung jemanden beschäftigen, der gesünder essen möchte und mitzuerleben, wie motiviert alle sind, ist einfach großartig. Ein weiterer Nebeneffekt: Ich habe auch meine eigenen Ernährung noch mal aufbereitet und das direkt mit Erfolg. Super! Und für alle, die hier mitlesen: hr könnt Jans Challengerfahrungen miterleben unter http://www.umsturzvegan.de

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